
Coaching als Ansichtssache
Das hier ist meine aktuelle Brille. Ich trage sie seit dem Frühjahr 07. Es ist eine „Konstruktivbrille“. Was heißt das?
Erstens ist sie nicht getönt. Ich sehe Sie und Ihre Herausforderungen somit weder rosarot noch schwarz. Ich gehöre nicht zu den miesepetrigen Problemsuchern, die hinter jeder kleinen Krise eine schwere Psychose wittern, noch zähle ich mich zu jenen Erfolgscoaches mit hormongedoptem Dauergrinsen, die versprechen, aus jeder Ente einen Adler machen zu können. Aber neu durchstarten und (wieder) richtig gut fliegen lernen, wenn Sie ein Vogel sind, das ist realistisch, denn als Vogel sind Sie zum Fliegen geboren. So sehe ich bei natürlichem Tageslicht, was ich durch meine eigenen, mir durch Supervision inzwischen bekannten Wahrnehmungsfilter hindurch sehen kann… eine ganze Menge Gutes!
Und was machen wir mit dem „Schlechten“, was Sie im Moment lästig, möglicherweise sogar bedrohlich finden? Während wir „das Schlechte“ gemeinsam behutsam bei Licht betrachten, werden Sie erleichtert erkennen, dass es seinen ganz eigenen Wert hat. Mit meiner Konstruktivbrille gehen wir auf Entdeckungsreise nach dem, was Sie weiterbringt, was konstruktiv für Sie ist. Sie lernen dabei selber eine neue Betrachtungsweise, ein neues Sehen. Und ehrlichgesagt ist es ganz egal, welche Brillenfassung ich dafür aufsetze oder Sie, falls Sie überhaupt eine Brille tragen: Auf den Durchblick kommt es an. Lernen Sie, sich und andere, das Leben, vielleicht auch nur einen bestimmten Ausschnitt davon, neu zu sehen: Lernen Sie, Ihre eigene Konstruktivbrille aufzusetzen.
Die Sprache ist in meinen Coachings gleichzeitig Analyse- und Aufbaumittel. Ich arbeite unter anderem nach dem Ansatz von Viktor Frankl, einem Vertreter der humanistischen Psychologie. Dabei entdecke ich ständig neue Wege, wie Menschen sich selbst und untereinander mit der Kraft der Worte heilen und stärken können.